Ein neues Kunststoffteil soll entwickelt werden. Die Anforderungen sind definiert, das Design steht und die ersten Gespräche mit Lieferanten laufen. Eigentlich ein Routineprojekt.
Trotzdem geraten viele Kunststoffprojekte später unter Druck: Kosten steigen, Termine verschieben sich und technische Probleme treten erst auf, wenn bereits viel Zeit und Geld investiert wurden.
Die Ursache liegt oft nicht in der Produktion, sondern deutlich früher im Projektverlauf.
Ein aktuelles Kundenprojekt – das wir aus Vertraulichkeitsgründen anonymisiert darstellen – zeigt, wie sich Risiken durch die richtige Planung und Zusammenarbeit vermeiden lassen.
Ein Praxisbeispiel
Ein Industrieunternehmen plante die Entwicklung eines Kunststoffteils mit hohen Anforderungen an Stabilität, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Bereits in der Konzeptphase wurden Konstruktion, Materialauswahl und Fertigungsanforderungen gemeinsam betrachtet. Dadurch konnten potenzielle Risiken früh erkannt und verschiedene Lösungsansätze bewertet werden.
Das Ergebnis war eine effiziente Entwicklung, ein fertigungsgerechtes Design und ein planbarer Übergang in die Serienproduktion.
Warum dieser Ansatz so wichtig ist, zeigen die häufigsten Risiken in Kunststoffprojekten.
Risiko 1: Die falsche Materialwahl
Die Wahl des Kunststoffs beeinflusst nahezu alle Eigenschaften eines Bauteils:
Wird das Material zu früh oder ohne ausreichende Analyse festgelegt, können später unerwartete Probleme auftreten. Im schlimmsten Fall muss das Bauteil neu konstruiert oder das Werkzeug angepasst werden.
So vermeiden Sie das Risiko
Beziehen Sie Materialexperten wie zum Beispiel die @ VON ALLMEN AG bereits in der Konzeptphase ein. Nicht nur die technischen Anforderungen sind entscheidend, sondern auch Verfügbarkeit, Verarbeitbarkeit und spätere Serienkosten.
Risiko 2: Ein nicht fertigungsgerechtes Design
Viele Kunststoffteile funktionieren auf dem CAD-Modell einwandfrei, aber lassen sich nur mit hohem Aufwand produzieren.
Typische Probleme sind:
Je später solche Punkte erkannt werden, desto teurer werden Anpassungen.
So vermeiden Sie das Risiko
Denken Sie Fertigung und Konstruktion von Anfang an gemeinsam. Eine fertigungsgerechte Konstruktion reduziert Kosten, verbessert die Qualität und beschleunigt die Markteinführung. Holen Sie sich bereits in dieser Phase Kunststoffexperten mit an Bord.
Risiko 3: Fehlende Abstimmung zwischen den Beteiligten
Produktentwicklung ist selten eine Einzeldisziplin. Konstrukteure, Einkauf, Projektleiter, Werkzeugbauer und Produktionsverantwortliche verfolgen unterschiedliche Ziele und Prioritäten.
Fehlt die Abstimmung zwischen den einzelnen Disziplinen, entstehen Missverständnisse, unnötige Schleifen und Verzögerungen.
So vermeiden Sie das Risiko
Sorgen Sie für einen frühen Austausch aller relevanten Anspruchsgruppen. Je früher Anforderungen und Erwartungen geklärt werden, desto reibungsloser verläuft das Projekt.
Risiko 4: Zu späte Planung der Serienproduktion
Viele Projekte konzentrieren sich zunächst auf den Prototypen. Die Anforderungen der späteren Serie werden erst berücksichtigt, wenn die Entwicklung bereits weit fortgeschritten ist.
Dann zeigen sich oft Fragen wie:
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Sind die geplanten Stückzahlen realistisch?
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Sind Werkzeuge und Prozesse skalierbar?
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Welche Qualitätsanforderungen gelten?
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Wie sieht die Lieferkette aus?
Die Folge sind Verzögerungen und zusätzliche Kosten.
So vermeiden Sie das Risiko
Planen Sie die Serienfertigung bereits während der Entwicklungsphase mit. Wenn Sie die spätere Produktion früh berücksichtigen, reduzieren Sie Projektrisiken erheblich.
Die eigentlichen Kosten entstehen lange vor der Produktion
Wenn Kunststoffprojekte scheitern oder deutlich teurer werden als geplant, liegt die Ursache selten an der Maschine oder am Produktionsprozess.
Die grössten Risiken entstehen meist in den ersten Projektphasen:
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bei der Materialauswahl
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bei der Konstruktion
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bei der Abstimmung
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bei der Serienplanung
Wer diese Themen früh adressiert, schafft die Grundlage für eine wirtschaftliche, termingerechte und erfolgreiche Umsetzung.
Fazit: Risiken entstehen früh, nicht in der Produktion
Erfolgreiche Kunststoffprojekte beginnen lange bevor das erste Bauteil gefertigt wird.
Die richtige Materialwahl, ein fertigungsgerechtes Design, eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und die frühzeitige Berücksichtigung der Serienproduktion reduzieren Risiken erheblich.
Wenn Sie diese Faktoren bereits in der Konzeptphase berücksichtigen, sparen Sie Zeit, Kosten und vermeiden unangenehme Überraschungen im weiteren Projektverlauf.
Möchten Sie bereits in der frühen Entwicklungsphase mögliche Risiken identifizieren und Ihr Kunststoffprojekt auf eine sichere Basis stellen? Sprechen Sie mit unseren Experten. Wir unterstützen Sie von der Idee bis zur Serie.